Reeser Platz - Ideenwettbewerb abgeschlossen

Die Mitglieder der Kunstkommission und des Preisgerichts bedanken sich ausdrücklich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ideenwettbewerbs zum 39er Denkmal auf dem Reeser Platz für ihre Beiträge. Der Wettbewerb wurde im Auftrag der Bezirksvertretung 01 in enger Abstimmung mit der Mahn- und Gedenkstätte, den zuständigen Fachämtern und unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit als offener, anonymer Wettbewerb international ausgelobt, mit dem Ziel, Ideen für eine kritische, künstlerische Kommentierung des seit Jahrzehnten umstrittenen nationalsozialistischen Denkmals zu gewinnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen vor der komplizierten und anspruchsvollen Aufgabe sich mit der komplexen und vielschichtigen Geschichte des Denkmals und des Platzes auseinanderzusetzen.

Das Verfahren wurde von der Kunstkommission bewusst als nicht als Realisierungswettbewerb konzipiert, da es bei der Komplexität der Aufgabe Unsicherheit hinsichtlich der möglichen Lösungsansätze, ihrer politischen Akzeptanz und der Kosten für eine Realisierung gab. In den mehrtägigen Jurysitzungen wurden alle 67 Beiträge von einer um Landschaftsarchitekten*innen, Historiker*innen und Stadtplaner*innen erweiterten Jury intensiv und zum Teil kontrovers diskutiert. Umso erfreulicher ist es für die Mitglieder der Kommission, dass jetzt nach Abschluss der 2. Phase des Wettbewerbs 4 preiswürdige Ideen ausgezeichnet wurden und den politischen Gremien zur Beratung und weiteren Entscheidung vorgelegt werden konnten.

Erwartungsgemäß wurden alle Entwürfe kontrovers diskutiert, einen klaren Favoriten aller Jurymitglieder gab es nicht. Aus den letzten 5 Entwürfen setzte sich der Entwurf "Those who have crossed" mit knapper Mehrheit in der Endabstimmung durch. Nach Vorstellung der letzten 5 Entwürfe hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf in seiner Sitzung am 18. Juni 2020  folgendes beschlossen:

Der Rat beauftragt die Stadtverwaltung, zu den Wettbewerbsergebnissen (1. bis 4. Preis sowie Anerkennungen) in Zusammenarbeit mit der Kunstkommission eine umfassende Beteiligung der Bürger*innen für das zweite Halbjahr 2020 und/oder das erste Halbjahr 2021 zu planen. Dabei sind unterschiedliche Formate und Kommunikationswege – digital und analog – vorzusehen.

Ausschreibung Wettbewerb