Monument der wachsenden Zukünfte


Coven Berlin, Berlin

Auszug aus dem Text der Verfasser*innen:

Das Monument der wachsenden Zukünfte ist ein lebendiges Monument in drei Teilen, Kennzahl: 2054 welches die Vielfalt der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender*, queeren und intersexuellen (LSBT*QI+) Gemeinschaft feiert. Sich von einem zentralen Punkt entwickelnd, dehnt sich jeder Teil des Monuments mit seinen unterschiedlichen Materialien und Medien stolz entlang der Promenade aus. Gemeinsam ergeben sie einen integrativen Blick auf das reichhaltige Ökosystem von LSBT*QI+ Düsseldorf und seinen vielen Communities.

Die Werke entspringen der kreativen Zusammenarbeit zwischen drei aktiven LSBT*QI+ Gemeinschafts-organisationen – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation (ZAKK), Get Over It Kollektiv (GOI) und Mashallah! Aidshilfe Düsseldorf. Die drei öffentlichen Gedenkstätten sind in der Stadtlandschaft miteinander verwoben und vereinen sich zu einem Denkmal, das zum Verweilen, Nachdenken, Zelebrieren und Lernen einlädt.

Das Herzstück unseres Denkmals ist der Garten der wachsenden Zukünfte. Gegenfragen sprießt aus dem Zentrum: Seine bunten Steine ziehen das Publikum von der Altstadt bis zur Promenade an. Leben zwischen den Zeilen wächst unten parallel und im Dialog mit dem historischen Rhein. Jedes Werk gibt Organisationen, die unermüdlich in Düsseldorf arbeiten, Anerkennung und Unterstützung zurück und verstärkt die oft überhörten Stimmen der LSBT*QI+ Community.
Diese drei Werke unterscheiden sich in Form und Zielgruppe um die Vielfältigkeit des Queer-Seins zu feiern. Ihre räumlichen, thematischen und ästhetischen Beziehungen zueinander zeigen jedoch, dass sie drei verschiedene Teile eines lebendigen, einheitlichen Ganzen sind. Obwohl das Monument über ernste Themen spricht, verleiht die farbenfrohe und spielerische Ästhetik der Arbeit Leichtigkeit und ein Gefühl der Hoffnung. Im Zentrum Düsseldorfs gelegen, konfron-tiert das Monument die Betrachter*innen in ihrem Alltag und fordert sie auf, marginalisierte Sexual- und Geschlechter- identitäten in der Gesellschaft zu berücksichtigen. Das Denkmal erinnert an die Vergangenheit, feiert das Leben und wächst hoffnungsvoll in Richtung Zukünfte.



 



Begründung der Jury aus der Sitzung vom 26. November 2019

Die Vielschichtigkeit und der partizipative Charakter des Projekts wurden gelobt. Die für Phase 2 eingereichte Ausarbeitung erweckte jedoch den Eindruck, dass der spielerische und temporäre Charakter, der in Phase 1 positiv bewertet wurde, leider in der Weiterbearbeitung verloren gegangen ist. Das vorgeschlagene Projekt wirkt nun ästhetisch sehr ausformuliert und hat hierdurch scheinbar an Lebendigkeit verloren. Der geplante Eingriff in die wellenförmigen Pflastersteine der Rheinuferpromenade wurde aufgrund des bestehenden Urheberrechts von Prof. Fritschi als unrealistisch eingeschätzt.