FAQ's zur Bildung/Wahl der Kunstkommission Düsseldorf

Letztendlich entscheidet der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf über die Mitglieder der Kommission. Die einzelnen Berufsgruppen machen über die Fachausschüsse des Rats dazu Vorschläge. Von Künstlerseite werden 9 ordentliche Mitglieder und 9 Stellvertreter*innen zur Bildung der Kommission benötigt. 3 ordentliche Mitglieder und 6 Stellvertreter*innen werden direkt von den Düsseldorfer Künstlern*innen gewählt. 6 ordentliche Mitglieder und 3 Stellvertreter*innen werden von den Mitgliedern des Beirats Bildende Kunst und den Mitgliedern des Kulturausschusses ernannt.

Sich zur Wahl stellen und wählen können:

  • alle Inhaber*innen der Künstlerkarte des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf
  • Absolventen*innen und der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf mit Wohnsitz in Düsseldorf
  • eingeschriebene ordentliche Studenten*innen der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
  • die ordentlichen Mitglieder der verschiedenen Künstlervereinigungen aus Düsseldorf.

Das Verfahren wird in Abstimmung mit der Kulturverwaltung und auf Beschluss des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Düsseldorf vom Verein der Düsseldorfer Künstler–zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, gegr. 1844 gemeinsam mit der AG KUKODUS organisiert.

Das Verfahren wird in Abstimmung mit der Kulturverwaltung und auf Beschluss des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Düsseldorf vom Verein der Düsseldorfer Künstler–zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, gegr. 1844 gemeinsam mit der AG KUKODUS organisiert.

Die Kunstkommission wird zunächst bis 2020 mit 700.000 € im Jahr aus dem allgemeinen Haushalt finanziert. Grundsätzlich soll das Budget der Kommission an die Summe der Baukosten im Hochbau gekoppelt werden. Dabei ist eine Verwendung von bis zu 2% der Gesamtsumme möglich.

Die Geschäftsstelle der Kunstkommission gehört zur Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf und ist dem Kulturdezernat zugeordnet. Die Geschäftsstelle:

  • organisiert die Wettbewerbe und die Sitzungen der Kommission.
  • begleitet und dokumentiert die Realisierung von Kunstwerken.
  • organisiert die Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit und verwaltet die Finanzen der Kommission.

Bisher gab es kein klar strukturiertes Verfahren für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum in Düsseldorf. Die Realisierung von Kunstwerken im städtischen Auftrag geschah eher zufällig und die Verfahren dazu waren wenig transparent.

Mit der Kunstkommission gibt es in Zukunft ein festes Budget (700.000 € jedes Jahr bis 2020) und regelmäßige transparente Wettbewerbe in Düsseldorf für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. An der Gestaltung und Entscheidungen dieser Wettbewerbe werden die Künstler*innen maßgeblich beteiligt (50% der Mitglieder der Kommission). Neu ist auch, dass die Bürger*innen, die Bezirksvertretungen und andere Gremien der Stadt bei der Kommission Vorschläge für Kunstprojekte einreichen können (und zu Ideengebern*innen werden können).

Die Kunstkommission gibt Empfehlungen ab über:

  • das künstlerische Gesamtkonzept,
  • die Sinnfälligkeit von Kunst bei öffentlichen Bauvorhaben,
  • die Auswahl von geeigneten Standorten im Rahmen von Projekten,
  • die Art des Verfahrens,
  • die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler,
  • die Auswahl des zu realisierenden Entwurfs bei Wettbewerben,
  • die Angemessenheit und Höhe von Honoraren,
  • die Dauer der Aufstellung von Kunstwerken und von Kunstprojekten,
  • die vorübergehende oder dauerhafte Wegnahme von Kunstwerken,
  • die Annahme von Zuwendungen in Form von Kunstwerken für den öffentlichen Raum,
  • die Vernetzung mit anderen künstlerischen Projekten,
  • die angemessene kuratorische Begleitung der Projekte,
  • die angemessene Vermittlung und Dokumentation der Projekte.

Professionelle Künstler*innen und Künstler*innengruppen weltweit können sich mit einem Portfolio in den digitalen Künstlerpool der Kunstkommission eintragen. Die Berechtigung zur Eintragung wird im Vorfeld von der Geschäftsstelle der Kunstkommission geprüft. Es ist ein Nachweis über die Professionalität zu führen mit einem Lebenslauf, einem Ausstellungsnachweis (mind. 3 Ausstellungen eigener Kunstwerke an einem öffentlichen Ort) und/oder durch realisierte Kunstprojekte und/oder den Nachweis über ein Hochschulstudium im Bereich Kunst. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen durch die Geschäftsstelle erhalten die Künstler*innen bei positivem Entscheid einen Link für einen Bereich, in den sie ihre Daten einpflegen können.

Die Amtszeit der Kommission dauert in der Regel immer eine Ratsperiode (5 Jahre). Die Amtszeit der ersten Kommission endet mit der Kommunalwahl 2020. Die Künstler*innen in der ersten Kommission können nicht in die zweite Kommission gewählt werden. Sie müssen mindestens eine Amtszeit aussetzen.

Die regulären Mitglieder der Kunstkommission sind während ihrer Amtszeit von allen Wettbewerben der Kommission ausgeschlossen. Die stellvertretenden Mitglieder der Kommission dürfen unter bestimmten Umständen an Wettbewerben der Kommission teilnehmen, werden dann aber für die Zeit des Wettbewerbs von ihrer Tätigkeit von der Kommission entbunden. Für alle Mitglieder der Kommission gilt eine Verschwiegenheitspflicht.

Die Kommission kommt zu 6 bis 10 Treffen im Kalenderjahr für mehrstündige Sitzungen zusammen. Die Mitglieder der Kommission müssen sich darüber hinaus auf die Sitzungen vorbereiten und an der Formulierung von Beurteilungen mitwirken. Für die Teilnahme an den Sitzungen wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Die „Richtlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum vom 19.05.2017“ bestimmen die Aufgaben und Zusammensetzung der Kunstkommission. Die Richtlinien wurden in den vergangenen 2 Jahren von der Künstler- Arbeitsgemeinschaft KUKODUS gemeinsam mit Vertretern*innen aus der Politik, der Verwaltung und anderen Künstlern*innen entwickelt. Vorbild war dabei die Kunstkommission München.

Ziel der Kommission ist es, möglichst viele unterschiedliche regionale und internationale Künstler*innen für die Teilnahme an Wettbewerben zu gewinnen. Daher können Künstler*innen (unabhängig von der Beteiligung an konkreten Wettbewerben) ein Portfolio mit eigenen Arbeiten und Kontaktdaten in den digitalen Künstlerpool auf der Homepage der Kommission einpflegen und so ihr Interesse an einer Beteiligung an Wettbewerben bekunden.

Die Kommission entscheidet spezifisch für jedes einzelne Projekt über das anzuwendende Wettbewerbsverfahren.

In der Kommission sitzen mit Stimmrecht:

  • 9 Künstler*innen
  • 6 Politiker*innen als Vertreter*innen je einer Ratsfraktion
  • 1 Kunstwissenschaftler*in
  • 1 Planer*in oder Architekt*in
  • und je nach Projekt der/die planende Architekt*in oder der/die Ideengeber*in

ohne Stimmrecht:


  • der/die Beigeordnete für Kultur
  • der/die Beigeordnete für Planen und Bauen
  • der/die Nutzer
der/die jeweilige Bezirksbürgermeister*in und nach Bedarf weitere Sachverständige

Für alle Mitglieder der Kommission werden Stellvertreter*innen ernannt.